Beschreibung
| Land | Italien |
| Region | Piemont |
| Rebsorten | Nebbiolo 100% |
| Alkoholgehalt | 13,50 % |
| Füllstand | Into Neck |
| Verschlußart | Korkverschluss |
| Kennzeichnung | Enthält Sulfite |
| Farbe | Rot |
| Inverkehrbringer | Angelo Gaja, Via Torino 5 - 12050 Barbaresco Italia |
| Charakter | Trocken |
| Servierempfehlung | Dekantieren 16-18°C |
| Trinkempfehlung | 2010 - 2040 |
| Jahrgang | 1989 |
Piemont, Italien 🇮🇹
Passt gut zu
Magere Fleischprodukte
Wild

Barolo Conteisa Cerequio Gromis (Gaja) 1989
Gaja steht mit dem Barolo Conteisa Cerequio 1989 für einen der bedeutenden frühen Barolo aus der Rückkehr des Hauses in die Langhe. Die Trauben stammen aus dem historischen Weinberg Cerequio in La Morra, einer südexponierten, rund 380 Meter hoch gelegenen Lage mit kalkhaltig-lehmigen Mergelböden und sandigen Anteilen. Der Wein stammt aus der Zeit vor Gajas Übernahme des Gromis-Besitzes im Jahr 1995 und wurde aus ausgewählten Beständen dieses historischen Besitzes unter der Bezeichnung Conteisa Cerequio vermarktet.
Der Jahrgang 1989 zeigt sich heute in einer besonders reizvollen Reifephase. Im Bouquet verbinden sich reife rote Kirschen, Pflaumen und getrocknete Beeren mit Rosenblüten, Lakritz, Teer und einer feinen balsamischen Würze. Mit Luft treten Tabak, Leder, Unterholz, Zedernholz und getrocknete Kräuter hervor, wobei die Frucht ihre Präzision bewahrt.
Am Gaumen besitzt der Barolo Conteisa Cerequio 1989 die für Cerequio charakteristische Verbindung von Kraft und aromatischer Finesse. Die reife Frucht wirkt dicht und konzentriert, wird jedoch von einer noch lebendigen Säure getragen. Das Tannin ist nach mehr als drei Jahrzehnten weitgehend gereift und zeigt eine feine, samtige Textur, während mineralische und würzige Noten für Länge und Spannung sorgen. Der Wein wirkt dabei weniger massiv als die großen Serralunga-Baroli, dafür duftiger, geschmeidiger und ausgesprochen vielschichtig.
Der Barolo Conteisa Cerequio 1989 gehört zu den bemerkenswerten historischen Flaschen aus dem Umfeld von Gaja und besitzt heute vor allem durch seine Herkunft und sein Alter besondere Bedeutung. Er befindet sich auf einem sehr schönen Reifeplateau, auf dem die einstige Struktur zunehmend von tertiären Aromen und einer außergewöhnlich komplexen Textur ergänzt wird. Bei einwandfreiem Flaschen- und Lagerzustand ist noch weitere Entwicklung möglich, der Höhepunkt seiner gereiften Eleganz dürfte jedoch bereits erreicht sein.
Angelo Gaja
Informationen zum Winzer:
Das Familienweingut zählt heute zu einem der bekanntesten in Italien und kann auf eine jahrhundertealte Geschichte zurückblicken. Die Erfolgsgeschichte von Inhaber Angelo Gaja begann bereits im 17. Jahrhundert, als die Familie aus Spanien nach Italien auswanderte. Im Jahr 1859 legte ein Mitglied der Familie, ein Traubenproduzent in Barbaresco, den Grundstein für das heutige Unternehmen, indem er eine Taverne eröffnete, in der auch der eigenen Weine ausgeschenkt wurden. Schon Ende des 19. Jahrhunderts waren die Weine so beliebt, dass sie unter anderem an die italienische Armee geliefert wurden. Bereits in der zweiten Familiengeneration wurde ein ungewöhnlich hoher Wert auf Qualität gelegt, mit dem Ziel, vorwiegend eine gehobene Kundschaft an sich zu binden.
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