Beschreibung
| Land | Italien |
| Region | Piemont |
| Rebsorten | Nebbiolo 100% |
| Alkoholgehalt | 14,50 % |
| Füllstand | High Fill |
| Verschlußart | Korkverschluss |
| Kennzeichnung | Enthält Sulfite |
| Farbe | Rot |
| Inverkehrbringer | Angelo Gaja, Via Torino 5 - 12050 Barbaresco Italia |
| Charakter | Trocken |
| Servierempfehlung | Dekantieren 16-18°C |
| Trinkempfehlung | 2005 - 2035 |
| Jahrgang | 1989 |
Piemont, Italien 🇮🇹
Passt gut zu
Magere Fleischprodukte
Wild

Sperss Barolo 1989
Angelo Gaja zählt zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des italienischen Weinbaus und hat die internationale Wahrnehmung des Piemont nachhaltig geprägt. Der Sperss stammt aus Weinbergen in Serralunga d'Alba, deren kalkhaltige Mergel- und Tonböden zu den bedeutendsten Terroirs des Barolo-Gebiets gehören. Die Lage ist bekannt für Weine von außergewöhnlicher Tiefe, Struktur und Langlebigkeit. Der Name Sperss bedeutet im piemontesischen Dialekt sinngemäß Nostalgie und verweist auf die historische Verbundenheit der Familie Gaja mit diesem Ursprungsgebiet. Die kraftvolle Charakteristik von Serralunga verbindet sich hier mit der Präzision und dem Qualitätsanspruch des Hauses zu einer der ikonischen Abfüllungen des Piemont.
Der Jahrgang 1989 gehört zu den großen klassischen Jahrgängen des Barolo und brachte Weine hervor, die Reife, Konzentration und bemerkenswerte Balance vereinen. Für Angelo Gaja entstand ein Wein, der die Struktur des Terroirs mit außergewöhnlicher Eleganz verbindet. Bereits früh wurde der Jahrgang für seine Komplexität und sein Entwicklungspotenzial geschätzt, gleichzeitig erwies er sich als bemerkenswert langlebig.
Der Sperss 1989 präsentiert sich heute mit einer faszinierenden aromatischen Vielschichtigkeit. Reife Schwarzkirschen, Brombeeren und dunkle Pflaumen verbinden sich mit klassischen Nebbiolo-Noten von Rosenblättern, Veilchen und Orangenschale. Mit zunehmender Belüftung entfalten sich Nuancen von Trüffel, Tabak, Teer, Leder und exotischen Gewürzen. Die Frucht wirkt trotz des fortgeschrittenen Reifegrades bemerkenswert präsent und wird von einer komplexen tertiären Aromatik begleitet, die dem Wein Tiefe und Noblesse verleiht. Zeitgenössische Verkostungen hoben insbesondere die Verbindung aus reifer Frucht, floraler Duftigkeit und außergewöhnlicher Finesse hervor.
Am Gaumen zeigt sich die große Herkunft von Serralunga d'Alba in eindrucksvoller Weise. Die Tannine haben sich über Jahrzehnte zu einer feinen, geschliffenen Struktur entwickelt, bewahren jedoch weiterhin die charakteristische Spannung der Lage. Die Säure verleiht Frische und Länge, während die mineralische Prägung dem Wein Präzision und Kontur gibt. Die Textur wirkt dicht und konzentriert, zugleich aber außergewöhnlich elegant und ausgewogen. Im langen Nachhall verbinden sich dunkle Frucht, Gewürze, florale Noten und erdige Nuancen zu einem vielschichtigen Gesamtbild, das die Größe des Jahrgangs eindrucksvoll unterstreicht.
Der Sperss 1989 befindet sich heute in einem herausragenden Reifestadium und zählt zu den großen historischen Abfüllungen von Angelo Gaja. Exzellent gelagerte Flaschen besitzen weiterhin bemerkenswerte Reserven, zeigen jedoch bereits heute die volle Komplexität eines gereiften Spitzen-Barolo. Die Verbindung aus Serralunga-Terroir, klassischem Jahrgang und der unverwechselbaren Handschrift von Angelo Gaja macht diesen Wein zu einem eindrucksvollen Zeugnis der großen Epoche des piemontesischen Weinbaus.
Angelo Gaja
Informationen zum Winzer:
Das Familienweingut zählt heute zu einem der bekanntesten in Italien und kann auf eine jahrhundertealte Geschichte zurückblicken. Die Erfolgsgeschichte von Inhaber Angelo Gaja begann bereits im 17. Jahrhundert, als die Familie aus Spanien nach Italien auswanderte. Im Jahr 1859 legte ein Mitglied der Familie, ein Traubenproduzent in Barbaresco, den Grundstein für das heutige Unternehmen, indem er eine Taverne eröffnete, in der auch der eigenen Weine ausgeschenkt wurden. Schon Ende des 19. Jahrhunderts waren die Weine so beliebt, dass sie unter anderem an die italienische Armee geliefert wurden. Bereits in der zweiten Familiengeneration wurde ein ungewöhnlich hoher Wert auf Qualität gelegt, mit dem Ziel, vorwiegend eine gehobene Kundschaft an sich zu binden.
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